Zum Hauptinhalt springen
Tankentleerung, Ansaugverlust und kurze Luftexposition

Trockenlauffähigkeit der Drehkolbenpumpe

Kurzer, kontrollierter Trockenlauf kann bei Tankentleerung oder Ansaugverlust akzeptabel sein, wenn Dichtung und Ölkammeranordnung ihn tragen. Die Expositionsgrenze hängt von Konfiguration, Medium, Drehzahl, Temperatur und Abschaltsteuerung ab.

1. Kann eine Drehkolbenpumpe trocken laufen?

Eine geeignet konfigurierte Drehkolbenpumpe kann kurzen Trockenlauf mit ausreichender Dichtungsschmierung und geprüfter Abschaltreaktion tolerieren. Es gibt keine universelle Trockenlaufdauer; die Betriebsgrenze für die konkrete Pumpe und den Betriebsfall bestätigen.

Trockenlauf liegt vor, wenn die Pumpe weiterdreht, ohne genug Prozessflüssigkeit im Hydraulikteil. Tankentleerung, Bilgereinigung, Saugansaugen und Leitungsräumung können diesen Zustand erzeugen.

Bei einer Drehkolbenpumpe die berührungslose Rotorkammer von den Wellendichtungen unterscheiden: Die Kolben halten Spaltmaß, während Kühlung und Schmierung der Dichtungen weiterhin Aufmerksamkeit brauchen.

  • Rotorspaltmaß mindert Kontaktreibung in der Förderkammer.
  • Öl in der Isolierkammer unterstützt Kühlung und Schmierung der Dichtungen.
  • Eine betriebsspezifische Expositionsgrenze und Abschaltreaktion sind weiterhin erforderlich.

2. Berührungslose Kammerbauweise

Die gegenläufigen Kolben einer YANESS-Drehkolbenpumpe werden durch externe Synchronisationsgetriebe in einem separaten Getriebe synchronisiert. Die Kolben fördern per Verdrängung und halten kontrollierte Spaltmaße im Hydraulikteil.

Die Spaltmaße vermeiden Rotor-Rotor- und Rotor-Gehäuse-Reibung. Das mindert eine Wärmequelle beim Leerlauf; Wärme an den Gleitringdichtungen entfällt dadurch nicht.

Referenz-Spaltmaße Hydraulikteil

Die Referenzbereiche unten variieren nach Modell und Bauweise. Für die tatsächlichen Pumpspaltmaße gelieferte Zeichnungen oder Serviceanweisungen verwenden.

Rotor-Rotor-Spalt
0.20 – 0.45 mm

Synchronisierte Gegenläufigkeit hält den Spalt zwischen den Rotoren und mindert Kontaktreibung in der Kammer.

Radialspalt Rotor-Gehäuse
0.15 – 0.30 mm

Hilft, Schlupf und Verstopfungsrisiko zu steuern. Die Saughöhe hängt weiterhin von Drehzahl, Viskosität, Rohrleitung und Dampfdruck ab — nicht allein vom Spaltmaß.

Axialspalt Frontabdeckung
0.10 – 0.25 mm

Begrenzt axialen Schlupf unter Austrittsdruck. Die Einstellung folgt Modell und Hydraulikbauweise.

3. Zwischengeschaltete Isolierkammer

Eine ölgefüllte Zwischenkammer sitzt zwischen Hydraulikteil und Getriebe. Ihr Öl unterstützt Kühlung und Schmierung der Dichtungen, wenn Prozessflüssigkeit fehlt; Indikatoranschlüsse bieten einen sichtbaren Weg für Dichtungsleckagen.

Bei der standardmäßigen beidseitigen Lagerung ist die deckelseitige Kammer ebenfalls eine ölgeschützte Zone — keine trockene Lagertasche. Einseitige Layouts entfallen diese Frontkammer; Dichtungs- und Ölpunkte der tatsächlichen Bauweise prüfen.

Trockenlaufschutz: Kammer, Dichtung & Abschaltung

Rotorspaltmaß, Ölstützung und Abschaltsteuerungen wirken bei Leerlaufexposition zusammen.

Hydraulikteil

Rotorspaltmaß halten

Berührungslose Rotoren mindern Kammerreibung, wenn der Hydraulikteil leerläuft.

Dichtungsstützung

Ölstützung halten

Öl der Isolierkammer stützt Kühlung und Schmierung der Dichtungen. Ölstand und -zustand vor dem Betrieb prüfen.

Abschaltsteuerung

An der geprüften Grenze anhalten

Füllstands- oder Durchflusssignale, Alarme oder ein vereinbartes Bedienverfahren nutzen, um die Pumpe bei Erreichen der geprüften Expositionsgrenze anzuhalten.

Betriebsgrenze: Expositionsgrenze für konkrete Dichtung, Ölzustand, Drehzahl, Temperatur, Fluidrückstand und Abschaltsteuerungen bestätigen. Es gilt keine universelle Trockenlaufzeit.

4. Checks an Gleitringdichtung und Ölkammer

YANESS verwendet häufig vor Ort reparierbare Single-Gleitringdichtungen ohne Cartridge. Im Trockenlauf stützen sich diese Dichtungen auf den Ölfilm der Isolierkammer thermisch ab.

Dichtflächenwerkstoffe wie SiC oder WC müssen zu Medium und erwarteter Exposition passen. Öl und Servicepunkte der gelieferten Bauweise prüfen, einschließlich der deckelseitigen Kammer, sofern vorhanden.

Isolierkammer

Servicepunkte
Einspritz- / Indikatoranschluss und Bodenablass
Vor dem Betrieb prüfen
Vorgeschriebene Sperrölfüllung einhalten. Indikatorweg für sichtbare Leckageerkennung offen halten; Bodenablass nach dem Befüllen verschließen.

Deckelkammer

Servicepunkte
Einspritzanschluss und Ablass
Vor dem Betrieb prüfen
Ölgeschützte Frontkammer bei der standardmäßigen beidseitigen Lagerung prüfen. Einseitige Bauweisen entfallen diese Kammer; dem gelieferten Layout folgen.

Getriebekammer

Servicepunkte
Entlüftung, Ölschauglas und Ablässe
Vor dem Betrieb prüfen
Getriebeölstand am Schauglas prüfen und Entlüftungsweg freihhalten. Diesen Ölkreislauf von der Prozessseite getrennt halten.

5. Betriebs-Checkliste und Betriebsgrenzen

Nutzen Sie die folgenden Checks, um Tankentleerung, Ansaugen und Leitungsräumung vorzubereiten.

  • Ölstand der Isolierkammer (Schauglas oder Füllverfahren) vor dem Start prüfen.
  • Sicherstellen, dass die Einspritzbohrung (Indikatorablass) offen und der Bodenablassstopfen sitzt — frei von Schmutz oder Farbe.
  • Fluide, die aushärten, kristallisieren oder klebrigen Rückstand hinterlassen, vor dem Abstellen spülen.
  • Trockenlaufdauer mit Steuerungslogik, Bedienverfahren oder Instrumentierung begrenzen — besonders bei unbeaufsichtigter Tankentleerung.
  • Fluidtemperatur, Dampfdruck, Saughöhe und Elastomerverträglichkeit der Dichtung vor der endgültigen Auswahl prüfen.
5. Betriebs-Checkliste und Betriebsgrenzen
ZustandPrüfpunktPraktische Maßnahme
TankentleerungHydraulikteil kann gegen Ende des Transfers leer laufenKontrollierte Drehzahl und geprüfte Trockenlauf-Zeitgrenze nutzen.
SelbstansaugenLufttaschen und Saughöhe können die Trockenexposition verlängernSaugleitung kurz, dicht und richtig dimensioniert halten.
Aushärtende MedienKlebstoff, Latex, Polymer oder Schlamm können nach dem Stillstand aushärtenHydraulikteil vor längeren Stillstandszeiten spülen.
DichtungsleckageEinspritzbohrung (Indikatorablass) zeigt FrühwarnungAnhalten und prüfen statt den Indikatorablass zu verstopfen.
Häufiger / unbeaufsichtigter TrockenlaufWiederholter Leerlauf oder kein Bediener an der PumpeAutomatische Abschaltsteuerungen prüfen und Membran-/AODD-Optionen vergleichen, wenn Trockenlauf und Deadhead dominieren.
Nach der Trockenlaufprüfung

Ihren Trockenlauf-Betriebsfall prüfen

Konfigurationsprüfung anfragen, Auslegungsdaten vorbereiten oder Wartungsanforderungen prüfen.

Pumpenauslegung anfragen

Medium, Drehzahl, Saugbedingungen, erwartete Leerlaufdauer und Abschaltsteuerung für eine Betriebsfallprüfung mitteilen.

Pumpenauslegung anfragen →

Saug- & Anfahrdaten vorbereiten

Auswahlleitfaden nutzen, um Saughöhe, Viskosität, Dampfdruck, Betriebsdrehzahl, Lastspiel und Steuerungslogik zu ordnen.

Auswahlleitfaden öffnen →

Dichtungs- & Ölkammerchecks planen

Einspritzbohrung (Indikatorablass) und Bodenablassstopfen, Ölchecks der Isolierkammer und Dichtungsserviceschritte prüfen, bevor intermittierende Trockenexposition freigegeben wird.

Wartungsleitfaden öffnen →
WhatsApp +86 150 6779 6088