1. Pumpe startet nicht erneut (blockierte Rotoren)
Mögliche Ursachen: Feststoffbindung, Elastomerquellung, kollabiertes Spaltmaß oder unzureichendes Kaltstart-Drehmoment.
| Wahrscheinliche Ursache | Korrekturmaßnahme |
|---|---|
| Nach Abschaltung abgesetzte Feststoffe im Pumpengehäuse | Anlage sichern und drucklos machen, Frontdeckel öffnen und Hydraulikteil reinigen, bevor ein Neustart versucht wird. |
| Rotor-Gummi gequollen oder Rotor eng am Gehäuse | Mediumstemperatur, chemische Zusammensetzung und Elastomerverträglichkeit prüfen; gequollene Flügel ersetzen und Werkstoffauswahl prüfen. |
| Lange Fasern, Metallsplitter oder Kunststofffolien verklemmen die Pumpe | Pumpe und Zulaufflansch reinigen, umwickelte Feststoffe entfernen und vorgeschaltete Siebung, Zerkleinerung oder Schneidschutz prüfen. |
| Axiale Rotoreinspannung oder Dichtungsmutter-Einstellung falsch | Dichtungsmutter und axiale Rotoreinstellung prüfen. Die 1/6-Umdrehungs-Ausrichtregel im Wartungsleitfaden vor dem endgültigen Anziehen nutzen. |
| Motorleistung für Kaltstartviskosität unzureichend | Anfahrviskosität, Temperatur und Drehmomentreserve prüfen; Motor- oder Getriebereserve bei Bedarf erhöhen. |
- Nach Abschaltung abgesetzte Feststoffe im Pumpengehäuse
- Korrekturmaßnahme
Anlage sichern und drucklos machen, Frontdeckel öffnen und Hydraulikteil reinigen, bevor ein Neustart versucht wird.
- Rotor-Gummi gequollen oder Rotor eng am Gehäuse
- Korrekturmaßnahme
Mediumstemperatur, chemische Zusammensetzung und Elastomerverträglichkeit prüfen; gequollene Flügel ersetzen und Werkstoffauswahl prüfen.
- Lange Fasern, Metallsplitter oder Kunststofffolien verklemmen die Pumpe
- Korrekturmaßnahme
Pumpe und Zulaufflansch reinigen, umwickelte Feststoffe entfernen und vorgeschaltete Siebung, Zerkleinerung oder Schneidschutz prüfen.
- Axiale Rotoreinspannung oder Dichtungsmutter-Einstellung falsch
- Korrekturmaßnahme
Dichtungsmutter und axiale Rotoreinstellung prüfen. Die 1/6-Umdrehungs-Ausrichtregel im Wartungsleitfaden vor dem endgültigen Anziehen nutzen.
- Motorleistung für Kaltstartviskosität unzureichend
- Korrekturmaßnahme
Anfahrviskosität, Temperatur und Drehmomentreserve prüfen; Motor- oder Getriebereserve bei Bedarf erhöhen.
2. Pumpe saugt nicht selbst an (Saugverlust)
Auf Luftleckage, falsche Drehrichtung, Saugblockade, trockenes Gehäuse oder erhöhten Schlupf durch verschlissene Rotoren prüfen.
| Wahrscheinliche Ursache | Korrekturmaßnahme |
|---|---|
| Falsche Drehrichtung | Motor-Phasenfolge korrigieren und bestätigen, dass die Rotordrehrichtung zur vorgesehenen Saugleitung passt. |
| Zulaufleitung verstopft | Zulaufleitung, Korb, Sieb, Dichtungsöffnungen und ggf. kollabierte Schlauchabschnitte reinigen. |
| Zulaufleckage oder lockere Zulaufschrauben | Flanschdichtung, Schlauchverbindung, Gewindeanschluss und Zulaufschrauben auf Lufteintritt prüfen. |
| Luft in Pumpe oder Rohrleitung eingeschlossen | Eingeschlossenes Medium oder Gas entlüften, Hochpunkte wo praktikabel beseitigen und einen gefüllten Ansaugweg wiederherstellen. |
| Rotor-Gummischicht beschädigt oder verschlissen | Rotorspitzen und Beschichtung prüfen; beschädigte Flügel ersetzen, wenn interner Schlupf das Ansaugen verhindert. |
- Falsche Drehrichtung
- Korrekturmaßnahme
Motor-Phasenfolge korrigieren und bestätigen, dass die Rotordrehrichtung zur vorgesehenen Saugleitung passt.
- Zulaufleitung verstopft
- Korrekturmaßnahme
Zulaufleitung, Korb, Sieb, Dichtungsöffnungen und ggf. kollabierte Schlauchabschnitte reinigen.
- Zulaufleckage oder lockere Zulaufschrauben
- Korrekturmaßnahme
Flanschdichtung, Schlauchverbindung, Gewindeanschluss und Zulaufschrauben auf Lufteintritt prüfen.
- Luft in Pumpe oder Rohrleitung eingeschlossen
- Korrekturmaßnahme
Eingeschlossenes Medium oder Gas entlüften, Hochpunkte wo praktikabel beseitigen und einen gefüllten Ansaugweg wiederherstellen.
- Rotor-Gummischicht beschädigt oder verschlissen
- Korrekturmaßnahme
Rotorspitzen und Beschichtung prüfen; beschädigte Flügel ersetzen, wenn interner Schlupf das Ansaugen verhindert.
3. Starke Vibration & lautes Geräusch (Kavitation)
Rohrleitungsvibration und metallisches Knistern können von Kavitation, Zulaufmangelsituation, Gaseintrag oder Antriebsfehlausrichtung kommen.
| Wahrscheinliche Ursache | Korrekturmaßnahme |
|---|---|
| Zu hohe Drehzahl oder Saughöhe | Drehzahl senken, Saughöhe verkürzen oder überfluteten Zulauf verbessern, wo praktikabel. |
| Saugleitung eingeengt | Verstopfte Dichtungen, Siebe, Bögen und unterdimensionierte Saugleitung prüfen. |
| Antriebswelle fehlausgerichtet | Kupplungsausrichtung und Grundplattensteifigkeit prüfen. |
| Heißes oder flüchtiges Medium — Dampfdruck | Mediumstemperatur, Dampfdruck und verfügbare NPSH gegen den Betriebsfall prüfen. |
- Zu hohe Drehzahl oder Saughöhe
- Korrekturmaßnahme
Drehzahl senken, Saughöhe verkürzen oder überfluteten Zulauf verbessern, wo praktikabel.
- Saugleitung eingeengt
- Korrekturmaßnahme
Verstopfte Dichtungen, Siebe, Bögen und unterdimensionierte Saugleitung prüfen.
- Antriebswelle fehlausgerichtet
- Korrekturmaßnahme
Kupplungsausrichtung und Grundplattensteifigkeit prüfen.
- Heißes oder flüchtiges Medium — Dampfdruck
- Korrekturmaßnahme
Mediumstemperatur, Dampfdruck und verfügbare NPSH gegen den Betriebsfall prüfen.
4. Gleitringdichtungs- & Isolierkammer-Leckagen
Dichtungsversagen zeigt sich oft zuerst als Medium am Injektionsloch (Indikatorablauf). Dichtflächen, Elastomere und Ölzustand der Isolierkammer prüfen.
| Wahrscheinliche Ursache | Korrekturmaßnahme |
|---|---|
| Verschlissene Dichtflächen | Siliziumkarbid- oder Wolframkarbid-Flächen auf Gritverschleiß und Riefen prüfen; Dichtungssatz ersetzen, wenn Flächen beschädigt sind. |
| Versagende Dichtungs-O-Ringe | EPDM, FPM oder andere Elastomere auf Quellung, Rissbildung oder chemischen Angriff prüfen; Compound zum Medium abstimmen. |
| Überhitzung durch Trockenlauf | Ölstand der Isolierkammer prüfen und Trockenlaufdauer, Drehzahl und Abschaltlogik prüfen — Leerlauf ist kontrollierte Exposition, kein unbegrenzter Betrieb. |
- Verschlissene Dichtflächen
- Korrekturmaßnahme
Siliziumkarbid- oder Wolframkarbid-Flächen auf Gritverschleiß und Riefen prüfen; Dichtungssatz ersetzen, wenn Flächen beschädigt sind.
- Versagende Dichtungs-O-Ringe
- Korrekturmaßnahme
EPDM, FPM oder andere Elastomere auf Quellung, Rissbildung oder chemischen Angriff prüfen; Compound zum Medium abstimmen.
- Überhitzung durch Trockenlauf
- Korrekturmaßnahme
Ölstand der Isolierkammer prüfen und Trockenlaufdauer, Drehzahl und Abschaltlogik prüfen — Leerlauf ist kontrollierte Exposition, kein unbegrenzter Betrieb.
5. Getriebeüberhitzung & anormales Zahnradgeräusch
Überhitzung oder Zahnradschlag kann auf niedrigen Ölstand, falsches Schmiermittel, Lagerverschleiß, Zahnradfressen oder Prozessmedienkontamination über einen versagenden Dichtungsweg hinweisen.
| Wahrscheinliche Ursache | Korrekturmaßnahme |
|---|---|
| Falsches oder fehlendes Getriebeöl | Öl mit der spezifizierten Sorte nachfüllen oder ersetzen und auf Verunreinigung oder Wasseranteil prüfen. |
| Zahnradfressen oder Lagerverschleiß | Getriebe zur Inspektion öffnen, wenn Synchronisationsgeräusch, Hitze oder Vibration nach Ölkorrrektur anhalten. |
| Dichtungsleckage in den Getriebeweg | Abläufe der Isolierkammer und Ölzustand auf Prozessmedienkontamination prüfen, bevor allein Zahnräder verantwortlich gemacht werden. |
- Falsches oder fehlendes Getriebeöl
- Korrekturmaßnahme
Öl mit der spezifizierten Sorte nachfüllen oder ersetzen und auf Verunreinigung oder Wasseranteil prüfen.
- Zahnradfressen oder Lagerverschleiß
- Korrekturmaßnahme
Getriebe zur Inspektion öffnen, wenn Synchronisationsgeräusch, Hitze oder Vibration nach Ölkorrrektur anhalten.
- Dichtungsleckage in den Getriebeweg
- Korrekturmaßnahme
Abläufe der Isolierkammer und Ölzustand auf Prozessmedienkontamination prüfen, bevor allein Zahnräder verantwortlich gemacht werden.
6. Warum bricht die Welle einer Drehkolbenpumpe?
Eine Drehkolbenpumpenwelle überträgt Antriebsdrehmoment und kann auch Biegebelastungen erfahren. Bruch kann einer plötzlichen Überlast oder einem unter Wechselbelastung wachsenden Riss folgen. Eine gebrochene Welle allein belegt keinen Werkstofffehler: Betriebsgeschichte, Einbau und Bruchnachweise vor der Ersatzteilauswahl prüfen.
| Mögliche Ursache | Prüfungen vor der Reparatur |
|---|---|
| Übermäßiger Differenzdruck oder Drehmomentüberlast | Vorhandene Ein-/Auslassdruckaufzeichnungen, Druckarmaturenstellungen, Bypass- oder Überdruckaktivität, Motorabschaltungen und Anfahrbedingungen prüfen. Druckschutz und Drehmomentgrenzen der eingebauten Konfiguration bestätigen; Schutzwerte nicht allein anheben, um weiterzulaufen. |
| Rotorbindung oder festgefressenes Bauteil | Nach Isolation auf eingeschlossene Feststoffe, abgesetztes Produkt, gequollene Elastomere, verlorenes Laufspaltmaß und beschädigte Lager oder Synchronisationsgetriebe prüfen. Widerstandsursache finden, bevor die Welle ersetzt wird; wiederholte Starts können weiteren Schaden verursachen. |
| Kupplungsfehlausrichtung oder Montageverzug | Ausrichtung Motor–Pumpe, Kupplungszustand, Grundplatte, Montagefüße und Rohrstützen prüfen lassen. Rohrzwang oder Montagebewegung vor der Endausrichtung korrigieren — gemäß Spezifikation der eingebauten Ausrüstung. |
| Lagerverschleiß oder Verlust der Wellenlagerung | Lagerzustand, Passungen, Schmierung und Lagerungsbauteile auf Verschleiß oder Schaden prüfen. Anormale Hitze, Vibration, Dichtungsverschleiß und Rotorkontakt vor dem Ausfall prüfen. Wellenlagerung mindert Durchbiegung, verhindert aber nicht jede Überlast oder Ermüdung. |
| Wiederholte Belastung und Ermüdung an lokaler Spannungskonzentration | Bruchlage relativ zu Keilnuten, Absätzen und Lagersitzen sowie Starts, Stopps, Reversierungen, Vibration und frühere Reparaturen dokumentieren. Qualifizierte Bruchuntersuchung kann nötig sein, um Ermüdung von Einzelüberlast zu trennen; ein Foto allein ist keine bestätigte Diagnose. |
| Korrosion, Oberflächenschaden oder Werkstoff-/Fertigungsproblem | Prozesseinwirkung, Lochfraß, Riefen und frühere Bearbeitung oder Reparatur dokumentieren. Spezifizierten Wellenwerkstoff, Wärmebehandlung und verfügbare Prüfprotokolle prüfen. Bei Bedarf geeignete Werkstoff- oder Laboruntersuchung nutzen, statt anzunehmen, eine stärkere Stahlsorte beseitige die Ursache. |
- Übermäßiger Differenzdruck oder Drehmomentüberlast
- Korrekturmaßnahme
Vorhandene Ein-/Auslassdruckaufzeichnungen, Druckarmaturenstellungen, Bypass- oder Überdruckaktivität, Motorabschaltungen und Anfahrbedingungen prüfen. Druckschutz und Drehmomentgrenzen der eingebauten Konfiguration bestätigen; Schutzwerte nicht allein anheben, um weiterzulaufen.
- Rotorbindung oder festgefressenes Bauteil
- Korrekturmaßnahme
Nach Isolation auf eingeschlossene Feststoffe, abgesetztes Produkt, gequollene Elastomere, verlorenes Laufspaltmaß und beschädigte Lager oder Synchronisationsgetriebe prüfen. Widerstandsursache finden, bevor die Welle ersetzt wird; wiederholte Starts können weiteren Schaden verursachen.
- Kupplungsfehlausrichtung oder Montageverzug
- Korrekturmaßnahme
Ausrichtung Motor–Pumpe, Kupplungszustand, Grundplatte, Montagefüße und Rohrstützen prüfen lassen. Rohrzwang oder Montagebewegung vor der Endausrichtung korrigieren — gemäß Spezifikation der eingebauten Ausrüstung.
- Lagerverschleiß oder Verlust der Wellenlagerung
- Korrekturmaßnahme
Lagerzustand, Passungen, Schmierung und Lagerungsbauteile auf Verschleiß oder Schaden prüfen. Anormale Hitze, Vibration, Dichtungsverschleiß und Rotorkontakt vor dem Ausfall prüfen. Wellenlagerung mindert Durchbiegung, verhindert aber nicht jede Überlast oder Ermüdung.
- Wiederholte Belastung und Ermüdung an lokaler Spannungskonzentration
- Korrekturmaßnahme
Bruchlage relativ zu Keilnuten, Absätzen und Lagersitzen sowie Starts, Stopps, Reversierungen, Vibration und frühere Reparaturen dokumentieren. Qualifizierte Bruchuntersuchung kann nötig sein, um Ermüdung von Einzelüberlast zu trennen; ein Foto allein ist keine bestätigte Diagnose.
- Korrosion, Oberflächenschaden oder Werkstoff-/Fertigungsproblem
- Korrekturmaßnahme
Prozesseinwirkung, Lochfraß, Riefen und frühere Bearbeitung oder Reparatur dokumentieren. Spezifizierten Wellenwerkstoff, Wärmebehandlung und verfügbare Prüfprotokolle prüfen. Bei Bedarf geeignete Werkstoff- oder Laboruntersuchung nutzen, statt anzunehmen, eine stärkere Stahlsorte beseitige die Ursache.
Für eine Ausfallprüfung Typenschild, Antriebs- und Getriebedetails, ggf. tatsächliche Betriebsdrehzahl, Normal- und Anfahrbedingungen des Mediums, Druck-/Stromaufzeichnungen und einen Zeitablauf zu Geräusch, Vibration, Abschaltungen oder Blockieren senden. Baugruppe und beide Bruchflächen mit Lageangabe fotografieren. Fragmente sichern; vor der Untersuchung nicht schleifen, polieren, schweißen oder Bruchflächen zusammenpressen.
Vor der Wiederinbetriebnahme Ersatzspezifikation prüfen und Kupplung, Lager, Synchronisationsgetriebe, Rotoren und Dichtungen auf Begleitschäden inspizieren. Ausrichtung, Spaltmaße, Schmierung und Druckschutz anhand der Dokumentation der eingebauten Pumpe bestätigen. Eine neue Welle löst kein unkorrektes Belastungs- oder Einbauproblem.